Heimarbeit

Als heimarbeitnehmend gilt, wer in einem selbst gewählten Raum gegen Lohn für einen Arbeitgeber arbeitet. Heimarbeitende sind lohntechnisch nicht anders abzurechnen wie die Arbeitnehmenden, welche im Betrieb arbeiten.

Im Bereich der Unfall- und Krankentaggeldversicherung gelten für Heimarbeitnehmende auch die gleichen Regeln wie für Arbeitnehmende im Betrieb: Krankentaggeld ist gemäss den Bestimmungen in der Versicherungspolice des Betriebes versichert, die Nichtberufsunfallversicherung ist ebenfalls obligatorisch, sofern der oder die Arbeitnehmende mehr als 8 Stunden pro Woche arbeitet.

Wichtig: Heimarbeitnehmende (wie übrigens auch Arbeitnehmende im Betrieb) müssen detaillierte Stundenrapporte führen, um nachvollziehen zu können, ob sie nur gegen Berufsunfälle oder auch gegen Nichtberufsunfälle versichert sind. Sobald sie weniger als 8 Stunden pro Woche arbeiten, müssen Heimarbeitnehmende selber für die Nichtberufsunfallversicherung sorgen (entweder über die Krankenkasse, evtl. über eine Abredeversicherung nach UVG oder auch in Form einer privaten Unfall-Taggeldversicherung.)

Unfälle, welche sich auf dem Weg beim Holen oder Bringen von Heimarbeit ereignen, gelten als Berufsunfälle und sind in jedem Fall gedeckt. Der Weg von der Wohnung in den selbst gewählten Arbeitsraum gilt als Berufsunfall, wenn der oder die Arbeitnehmende 8 oder weniger Stunden pro Woche arbeitet. Liegt das Arbeitspensum höher, wird ein Unfall auf dem Weg als Nichtberufsunfall betrachtet.